Musik ohne Grenzen.
Die Projektidee «Musik ohne Grenzen» entstand 2012 in der Demokratischen Republik Kongo. Weil die Menschen im Osten des Landes immer wieder vertrieben werden, verlieren sie nicht nur ihre Wurzeln, sondern auch ihre Instrumente. Sie werden bei Angriffen zerstört oder müssen auf der Flucht zurückgelassen werden.
Musik ist ein Brückenbauer, ein Seelenwärmer, ein Wegbegleiter. Als die Kongolesinnen und Kongolesen damals meine Gitarre sahen, hatten sie Tränen in den Augen. Und da wurde mir klar: Menschen in Krisengebieten brauchen Instrumente genauso wie sie Nahrung und medizinische Versorgung benötigen.
Musik ohne Grenzen in Kamerun
Im Februar 2016 reiste die erste Gitarre mit mir nach Kamerun, wo ich mit Waisenkindern musizierte. Ziel war, den Kindern das Instrument näher zu bringen und ihnen eine neue musikalische Ausdrucksform zu eröffnen. Die Gitarre wurde in der Schweiz nicht mehr gebraucht und wurde für diesen Zweck gespendet. Ich liess sie vor Ort, damit die Kinder weiterüben können.
Lesen Sie den Bericht dazu: Die Klänge Manodachas
Musik ohne Grenzen in der Schweiz
Anfang 2019 konnte ich eine Daf (iranische Rahmentrommel) an eine Frau aus dem Iran übergeben. Sie hatte jahrelang nicht mehr gespielt und freute sich sehr über die Wiederverbindung mit den Klängen und Liedern aus ihrer Heimat. Was mich besonders berührt hat: Das Instrument war von einem syrischen Flüchtling gespendet worden. Herzlichen Dank!
Flüchtlinge auf die Bühne
Als ich Nihad Sayed Khalil zum ersten Mal sah, spielte er auf einer Gitarre. Sein Tanbur war bei seiner Flucht in Syrien geblieben. Im Januar 2019 stand er zum dritten Mal mit mir auf der Bühne, mit einem Tanbur, das er sich mit der ersten Gage gekauft hatte. Er spielte kurdische Lieder aus seiner Heimat.
15. Januar 2019, 19.30 Uhr
Rohstoffe - Krieg - Flucht
Obfelden, ZH
Instrumente für Flüchtlinge
Kurz vor Weihnachten erreichte eine gespendete Gitarre das Zentrum für unbegleitete minderjährige Asylsuchende in St. Gallen. Einige der Jugendlichen spielen bereits Gitarre, die anderen möchen es lernen und werden in Zukunft von Freiwilligen unterrichtet. An Talent fehlt es jedenfalls nicht. Viel Spass!
Kennen Sie Flüchtlinge, die ihr Instrument vermissen? Dann nehmen Sie mit mir Kontakt auf.